Sexismus und Frauenbild im HipHop

Author
:
Viola Steiner-Lechner
Publish Date
:
2010-03-06
Publisher
:
Grin Verlag
ISBN
:
9783640556717
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Sozialpädagogik / Sozialarbeit, Note: 1,5, Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach , Sprache: Deutsch, Abstract: Im Studium der Sozialen Arbeit gerät man immer wieder in Kontakt mit Jugend und Jugendkulturen. Die Bedeutsamkeit von Jugendkultur für Jugendliche ist elementar, sowie Nützlich. Durch sie wird eine eigene Wertematrix, ausserhalb des elterlichen Wirkungsradius, erschaffen und aufgebaut. Der / die Jugendliche konstruiert seine / ihre individuelle Identität, aber wie kann eine Identität bestimmt werden? Der Pädagoge Dieter Baacke geht davon aus Identität sei eine Beziehungsleistung, die anhand von Imitation, Identifikation und Vergleich mit anderen1 entfaltet wird. Der Fokus des Sozial-Arbeiters oder der Sozial-Arbeiterin sollte darauf liegen, diese von den Jugendlichen angestrebte Identität stabil zu gestalten. Die Jugendkultur die sich der / die Jugendliche angehörig fühlt wird das ganze weitere Leben begleiten, d.h. sie prägt den sozialen und politischen Habitus. Eine der Jugendkulturen, die durch den Einsatz von Medien in die Lebenswelt der Jugendlichen gelangt ist ist HipHop. Seit einiger Zeit ist bemerkbar wieviele Jugendliche sich der Kultur des HipHop zugehörig fühlen, insbesondere durch eine starke Medienpräsenz bestimmter HipHop-KünstlerInnen steigt die Zahl der adoleszenten RezipientInnen. Diese Medienpräsenz zeigt die KünstlerInnen von ihrer vorteilhaftesten oder auch suboptimalsten Seite. Speziell letzteres wirkt sich höchst anziehend und polarisierend auf die jugendlichen RezipientInnen und oftmals auch auf ihre Eltern aus. Die von den KünstlerInnen suggerierten Wertvorstellungen und der hohe Einfluss auf die jugendlichen Wertdirektive stellt für viele Eltern, Pädagogen und Lehrer eine Bedrohung dar. Faszinierend am HipHop ist die Mannigfaltigkeit der Musik und KünstlerInnen, sowie die stetige Dynamik bzw. Weiterentwicklung und das trotz allem nach den gleichen normativen Regeln und Werten gehandelt wird wie sie vor dreissig Jahren schon im HipHop existierten. Das mag im ersten Moment gar nicht schlecht klingen, da Zusammengehörigkeit und Respekt keine marginalen Werte darstellen. Insbesondere in der Kultur des HipHop stellt jedoch die Bildung neuer Werte, trotz immenser Vielfältigkeit eine Schwierigkeit dar. So hat sich das misogyne Frauenbild, welches seit der Geburt von HipHop existiert, in keinster Weise gebessert.
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Sexismus und Frauenbild im HipHop

Bachelorarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Sozialpädagogik / Sozialarbeit, Note: 1,5, Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach , Sprache: Deutsch, Abstract: Im Studium der Sozialen Arbeit gerät man immer wieder in Kontakt mit Jugend und Jugendkulturen. Die Bedeutsamkeit von Jugendkultur für Jugendliche ist elementar, sowie Nützlich. Durch sie wird eine eigene Wertematrix, ausserhalb des elterlichen Wirkungsradius, erschaffen und aufgebaut. Der / die Jugendliche konstruiert seine / ihre individuelle Identität, aber wie kann eine Identität bestimmt werden? Der Pädagoge Dieter Baacke geht davon aus Identität sei eine Beziehungsleistung, die anhand von Imitation, Identifikation und Vergleich mit anderen1 entfaltet wird. Der Fokus des Sozial-Arbeiters oder der Sozial-Arbeiterin sollte darauf liegen, diese von den Jugendlichen angestrebte Identität stabil zu gestalten. Die Jugendkultur die sich der / die Jugendliche angehörig fühlt wird das ganze weitere Leben begleiten, d.h. sie prägt den sozialen und politischen Habitus. Eine der Jugendkulturen, die durch den Einsatz von Medien in die Lebenswelt der Jugendlichen gelangt ist ist HipHop. Seit einiger Zeit ist bemerkbar wieviele Jugendliche sich der Kultur des HipHop zugehörig fühlen, insbesondere durch eine starke Medienpräsenz bestimmter HipHop-KünstlerInnen steigt die Zahl der adoleszenten RezipientInnen. Diese Medienpräsenz zeigt die KünstlerInnen von ihrer vorteilhaftesten oder auch suboptimalsten Seite. Speziell letzteres wirkt sich höchst anziehend und polarisierend auf die jugendlichen RezipientInnen und oftmals auch auf ihre Eltern aus. Die von den KünstlerInnen suggerierten Wertvorstellungen und der hohe Einfluss auf die jugendlichen Wertdirektive stellt für viele Eltern, Pädagogen und Lehrer eine Bedrohung dar. Faszinierend am HipHop ist die Mannigfaltigkeit der Musik und KünstlerInnen, sowie die stetige Dynamik bzw. Weiterentwicklung und das trotz allem nach den gleichen normativen Regeln und Werten gehandelt wird wie sie vor dreissig Jahren schon im HipHop existierten. Das mag im ersten Moment gar nicht schlecht klingen, da Zusammengehörigkeit und Respekt keine marginalen Werte darstellen. Insbesondere in der Kultur des HipHop stellt jedoch die Bildung neuer Werte, trotz immenser Vielfältigkeit eine Schwierigkeit dar. So hat sich das misogyne Frauenbild, welches seit der Geburt von HipHop existiert, in keinster Weise gebessert.